Die Bestrebungen der CDU/CSU die mit der unsäglichen Bezeichnung “Killerspiele” betitelten Ego-Shooter in Deutschland zu verbieten sind alles andere als neu. Mit dem gestrigen Amoklauf ist die Diskussion um die realitätsfernen Spiele wieder in die Medien geraten. So schreibt auch die Financial Times Deutschland über die Pläne der Union, unter anderem auch über die Pläne eines Produktionsverbotes:
Die Verbreitung eines Spiels über das Internet ist durch ein auf Deutschland beschränktes Herstellungsverbot weiterhin möglich. Der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) setzt auf harte Strafen, um die Verbreitung einzudämmen. Wie bei Kinderpornographie sollten Verstöße geahndet werden.
Geht es mittlerweile so weit dass sich Computerspieler den Vergleich mit Pädophilen gefallen lassen müssen?
Sollen bald vielleicht die Daten von Computerkäufern und -spielern an den BND weitergeleitet werden?
Das mit blindem Aktionismus auf Stimmenfang gegangen wird ist nichts neues, dass dabei eine ‘Gruppe’ von Menschen (und die meisten jungen Menschen haben schonmal ein “Killerspiel” gespielt) derart diffamiert wird ist unglaublich.
Zwei weitere Parteien können mich als Wähler entgültig abschreiben.
Interessante Ansichten zu möglichen Beweggründen des Amokläufers sind übrigens bei René zu finden
