…I'll walk into a bar and drink fifteen pints of beer

Chinas Entwicklungshilfe

China engagiert sich seit längerer Zeit als Geberland in Afrika. Dabei unterscheidet sich die “Strategie” der Chinesen erheblich von der der übrigen Geberländer wie z.B. Deutschland. So versuchen die Chinesen nicht, den afrikanischen Ländern Mittel zur Selbsthilfe zu geben, sondern sie abhängig zu machen, mit dem Ziel, optimalen Zugriff auf die (reichlich vorhandenen) afrikanischen Rohstoffe zu erlangen. Was kann Europa und Deutschland dagegen tun? Meiner Meinung nach sollten Länder wie Deutschland unbedingt Druck auf die afrikanischen Länder ausüben, damit diese nicht von China abhängig werden!
Außerdem ist es geradezu lächerlich, das Deutschland immer noch Entwicklungshilfe an China zahlt!

Vergleiche dazu:

Chinas Zug nach Afrika

5 comments

1 hanneken { 01.06.07 at 10:32 }

Naja, so haben andere Länder auch angefangen. Also bitte keine Selbstgefälligkeit. Die sind eben noch nicht so weit wie wir… (Die Idee hinter dieser Aussage ist dieselbe wie die, die Indien, China und Co. zum Thema “Umweltschutz” äußern.)
Aber komisch, dass D China Entwicklungshilfe zahlt. Dieses Vorgehen sollte nicht auf den Prüfstand, sondern einfach abgeschafft werden.

2 hemicuda { 01.06.07 at 11:53 }

hanneken: Wie haben andere Laender angefangen? In der Abhaengigkeit oder mit dem Ausbeuten? Falls Du auf letzteres angespielt haben solltest: Vielleicht ist es Dir entgangen, aber wir sind mittlerweile im 21. und nicht mehr im 19. Jhdt. Deutschland schwingt doch sonst ueberall die Moralismuskeule. Warum also nicht auch hier, wo es mal wirklich angebracht waere?

3 hanneken { 01.06.07 at 12:54 }

Sorry, ich dachte, die Ironie sei augenscheinlich.
Aber allgemein nervt mich diese Selbstgefälligkeit schon. Die Idee mit dem Ausbeuten gilt auch heute noch, nur nicht mehr direkt von den Regierungen, sondern von Unternehmen, die ihre Anstrengungen als gute Tat kaschieren.

4 hemicuda { 01.06.07 at 20:23 }

Wuerde ich so nicht zwangslaeufig sehen*. Das Problem liegt vielmehr in den Spenden durch den Westen, womit sich dieser versucht, ein reines Gewissen zu erlangen. Diese Spenden haben fast ausschliesslich negative Effekte und verhindern, dass sich in den Empfaengerlaendern Wirtschaftssysteme entwickeln koennen. Ganz im Gegenteil treibt man die Bevoelkerung, so paradox es auch klingen mag, nur weiter in die Armut und immer weiter weg von dem Punkt, an dem sie selber etwas auf die Beine stellen koennte.
Was afrikanische Laender braeuchten, sind geordnete Regierungen und Aufbauhilfe.

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort

Gib einem Mann einen Fisch und Du ernaehrst ihn einen ganzen Tag.
Bring ihm bei, wie man fischt, und Du ernaehrst ihn fuer den Rest seines Lebens.

*) Ich finde es immer schoen, wenn die Probleme dieser Welt auf irgendwelche Konzerne abgewaelzt werden. Ohne Kunden sind diese Konzerne geliefert. Und wer sind die Kunden? Oh halt, doch nicht etwa wir? Sollte es etwa in unserer Macht liegen, etwas daran zu aendern?

5 hanneken { 01.06.07 at 22:18 }

Mit den Konzernen meinte ich z.B. Pharmaunternehmen, die mehr auf ihre Preise beharren anstatt den Menschen zu helfen. Mit weniger könnten die ebenso verdienen. Und vor allem dachte ich an moderne Gen-Pflanzenhändler, die dafür sorgen, dass das eigene Gemüse nicht nachzüchtbar ist aber gleichzeitig das dort organisch gewachsene verdammen.
Zur Entwicklungshilfe: der Nobelpreis für Wirtschaft wurde nicht umsonst vergeben. Ich stimme dir da zu, dass Essen und dergleichen mehr nur Soforthilfe für die Ärmsten sein sollen, aber das Geld sonst für den Aufbau von Strukturen und vor allem für den Abbau gewisser “Regierungen”. Denn wenn das Geld oder Gut versickert, dann helfen auch die besten Ideen nicht.

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