Vorweg: dieser Eintrag soll nicht die Vor- und Nachteile von freier Software aufzeigen, und auch nicht erläutern, was freie Software überhaupt ist. Dafür gibt es zum Beispiel Wikipedia.
Ich benutze nun schon seit einigen Jahren fast ausschließlich freie Software (z.B. in Form von Linux, OpenOffice, Firefox usw.) und habe in der gesamten Zeit keinerlei Nachteile an freier Software entdecken können; abgesehen von dem manchmal vorkommenden Ärger mit unfreien Formaten und proprietären Treibern. Und obwohl ich schon so lange zu den Benutzern (merke: nicht zu den unbedingten Anhängern) von Software Libre gehöre weiß ich eigentlich nach wie vor nicht wieso. Angefangen hat das ganze wohl mit meinem Interesse für Linux (damals habe ich von freier Software noch garnichts gehört). Auf Grund der Tatsache, dass ein Gros der linuxkompatiblen Programme frei sind benutze ich also seit dem hauptsächlich eben diese. Ob da eine Überzeugung dahinter steht kann ich garnicht so genau sagen. Ich mag das Prinzip von OpenSource- und freier Software: ich bekomme alles kostenlos, kann die Programme im Quelltext ansehen um meine Programmierskills zu verbessern, ich kann freie Formate auf fast jedem Computer öffnen, Programme meinen Vorstellungen anpassen, usw.
Aber die Frage, die ich mir schon öfter gestellt habe ist folgende: Bin ich nur ein Benutzer freier Software oder ein Anhänger des Prinzips?
Das frage ich mich momentan etwas intensiver, wo ich mir doch in den nächsten Monaten (vielleicht von den ersten Zivi-Monatsgehältern?) ein MacBook kaufen und auch Mac OS X nutzen möchte. Ich weiß, es mag komisch klingen, aber bei der Vorstellung ein unfreies System zu benutzen bekomme ich ein schlechtes Gewissen… Klar, auch für Mac OS X gibt es eine riesige Auswahl an freier Software, von der ich, vorausgesetzt ich hätte einen Mac, nach wie vor viel benutzen würde (OOo zum Beispiel) , allerdings gibt es imho auch Perlen proprietärer Software, die so in freier Form nicht zu finden ist. Wie zum Beispiel Delicious Library.
Auch abgesehen von der Userseite stellen sich mir fragen. Da auch ich irgendwann einmal die Tätigkeit eines Informatikers ausüben möchte frage ich mich, ob ich beispielsweise ein Stellenangebot bei Microsoft, einer Firma, deren Produkte ich nicht mag und mit deren Handlungen ich eigentlich nichts zu tun haben möchte, annehmen würde.
Fragen über Fragen, alle für den normalen Computerbenutzer total unerheblich, für mich zwar nicht wesentlich, aber zumindest wert überdacht zu werden.

Gute Frage.
Ich denke, wenn man mal angefangen hat das System und die Chancen freier Software zu verstehen wird man automatisch zum Anhaenger dieser Entwicklung. So war es jedenfalls bei mir.
Nagut, Anhänger bin ich auch, um die Frage zu präzisieren: soll ich als Anhänger freier Software proprietäre Software ablehnen? Glaube ich an geistiges Eigentum? Solche Dinge meine ich =)
MacOS nutzt zum Gros freie Software und gibt teils auch einiges zurück. Mag jetzt verblüffen weil ich Apple nicht (mehr) mag, ist aber so
Die Opensourcler par excellence sinds zwar nicht, aber immerhin irgendwo dazwischen – zw. Redmond und Freiheit *g*
Darf ich fragen, warum du Apple nicht mehr magst? Und was meinst du damit, dass sie größtenteils freie Software nutzen? Beispiele?