Krankenhäuser

Seit ich denken kann, fühle ich mich in Krankenhäusern alles andere als wohl. Das konnte ich heute wieder einmal feststellen, als ich aus kurios-traurigem Anlass ins ortsansässige Krankenhaus geschickt wurde: eine Bewohnerin des Altenheims, die sich das Zimmer mit ihrem Mann teilt, den sie erst im Altenheim kennengelernt und geheiratet hat, wurde vergangene Nacht ins Krankenhaus eingeliefert (wieso weiß ich nicht und geht mich auch nichts an). Dabei gab man ihr auch ein Gebiss mit, welches, wie sich heute herausstellte, ihrem Mann gehört. So bekam ich heute also zum ersten Mal eine Intensivstation von innen zu sehen, und da ich weder Scheuklappen trage noch die Türen zu den Zimmern geschlossen waren, sah ich also unter anderem Patienten, die in Geräte eingespannt waren, die eher danach aussahen, Schmerzen zuzufügen als sie zu lindern.

Ich war froh, als ich das Krankenhaus mit dem Gebiss wieder verlassen konnte, und hoffe, dass es bei mir möglichst nie einen Anlass dazu geben wird, dass ich längere Zeit als Patient im Krankenhaus liegen muss – ich würde durchdrehen.

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