In 80 Tagen unter den Meeren

Menschen wie mir, die chronisch pleite sind, kommen Büchereien sehr entgegen: Sie bieten die Möglichkeit, kostenlos an eine der wichtigsten Drogen heranzukommen. So spart man sich auch das Risiko, von eine mehr oder weniger teuer erkauften Buch unendlich enttäuscht zu werden. Ich halte es mit Büchern mittlerweile so, dass ich mir nur Bücher von Autoren kaufe, von denen ich bereits begeistert bin (wie zum Beispiel Terry Pratchett) oder von denen ich der Meinung bin, dass man sie einfach zu Hause im Regal stehen haben muss. In letztere Kategorie fallen etliche Bücher, die noch auf meiner imaginären to-buy- beziehungsweise to-read-Liste stehen. Das sei nur deshalb erwähnt, damit die Buchindustrie nicht auf den Gedanken kommt, Büchereien würden ihr schaden (in den hannoverschen Bibliotheken kann man sich übrigens auch Audio-CDs unentgeltlich ausleihen…).
Als ich also gestern mal wieder die heiligen Hallen des Bücherverleihs betrat, und mit Buitti die Regale für Kinderbücher begutachtete, stieß ich dort auf “In 80 Tagen um die Welt” und “20000 Meilen unter den Meeren” (sic, nicht “…unter dem Meer”) von Jules Verne, von dem ich bisher nur “Paris im 20. Jahrhundert” gelesen habe. Jenes befindet sich übrigens in meinem Regal ;)
Najo, nachdem ich nun den Bericht über die imaginäre Weltreise des Phileas Fogg fast durchgelesen habe, frage ich mich nur, warum die Bücher von Jules Verne in unserer Bücherei bei den Kinderbüchern stehen, weil wirklich kindergeeignet scheinen sie nicht zu sein. Und: Ich kann nicht genau sagen, wieso, aber irgendwie macht das Buch eine Menge Spaß, ich kann dessen Lektüre also nur empfehlen. Sobald ich dann auch das zweite geliehene Buch durchgelesen habe, werde ich mich wieder in die Bücherei begeben um die Versorgung mit Büchern während unseres Urlaubs zu gewährleisten. Dann werde ich allerdings eher nach Büchern Ausschau halten, die mich etwas auf mein Informatikstudium vorbereiten.

3 Kommentare zu In 80 Tagen unter den Meeren

  1. Geschrieben am 28. Juni 2008 um 9:09 | Permalink

    Jules Verne ist schon klasse. Gelesen hab ich von ihm aber nur Reise zum Mittelpunkt der Erde (auch sehr empfehlenswert) und den Klassiker “20000 Meilen unter dem Meer” mit Kirk Douglas hab ich mal vor Urzeiten gesehen.
    Aber danke fuer den Tip. Verne hab ich schon voellig vergessen gehabt. Zu unrecht, wie ich zugeben muss :-)

  2. Geschrieben am 30. Juni 2008 um 21:09 | Permalink

    Ich kann auch sehr das Hörbuch zu “In 80 Tagen um die Welt” empfehlen. Zwar hat die Welt sicherlich schon markantere Stimmen als die von Götz Alsmann gehört, aber die Leidenschaft, mit der er das Buch vorträgt, ist unübertroffen.

  3. Geschrieben am 30. Juni 2008 um 21:09 | Permalink

    Nur um das klarzustellen: Ich schaue deswegen bei den Kinderbüchern, weil ich die für meine Nachhilfeschüler brauche. “Willi Vampir in der Schul” lese ich nicht selbst. Allerdings wurde ich auf der Suche nach Astrid Lindgrens “Die Brüder Löwenherz” bitter enttäuscht…

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