Für’s Leben lernen wir

Nach mehr als einem Jahr Schul- und damit auch büffelfreier Zeit habe bin ich momentan mal wieder mit dem Lernen beschäftigt. Abgeschreckt von der hohen Abrecherquote des Studiengangs Informatik will ich zum Beginn des Wintersemesters schon zumindest etwas vorbereitet sein, um nicht direkt am Anfang den Anschluss zu verlieren. Aus diesem Grunde habe ich mir zum Geburtstag beide Bände mit dem Titel “Mathematik für Informatiker” von Gerald und Susanne Teschl schenken lassen, und bin wie gesagt dabei, diese durchzuarbeiten. ‘Ne schlechte Idee ist das sicher nicht, zum einen gewöhne ich mich wieder ans Lernen, zum anderen fängt direkt der erste Band mit Themen an, die während meiner Schulzeit nicht behandelt wurden (wie z.B. Aussagenlogik). Auch wenn ich bisher noch nicht sehr weit bin, bin ich auf jeden Fall froh, im Besitz der Bücher zu sein; so kann ich dann auch im Falle des Versagens während des Studiums von mir behaupten, mich vorbereitet zu haben ;)
Ich denke zwar, dass das Studium kein Problem für mich wird (sofern ich mich hin und wieder selbst in den Arsch trete und etwas Fleiß an den Tag lege), allerdings ist doch nicht ganz auszuschließen, dass es zu schwer werden könnte…

6 Kommentare zu Für’s Leben lernen wir

  1. Geschrieben am 9. Juli 2008 um 17:53 | Permalink

    Informatik auf Diplom ist definitiv schwieriger als ich vorher dachte. Interessanterweise liegen meine Probleme diesbezüglich zu 99% in den Bereichen der Mathematik und des sturen Auswendiglernens. Ich weiß auch nicht wirklich wozu man diverse Kombinationen der beiden Dinge (auswendig gelernte Summenformeln en mass) jemals wieder brauchen sollte, aber ich hab eh schon festgestellt dass Studium bedeutet “Das wichtige müssen sie sich selber aneignen, der Rest wird ihnen beigebracht”. Wüsste gerne wer auf die grunddämliche Idee gekommen ist. (nix gegen Selbststudium, aber warum nur Sachen lehren die keiner braucht? o0)

  2. Geschrieben am 9. Juli 2008 um 19:33 | Permalink

    Ich kann noch Uwe Schöning: Logik für Informatiker empfehlen.

  3. Geschrieben am 10. Juli 2008 um 10:56 | Permalink

    Zwar brach ich aus Gründen des Inhalts ab und verfolgte andere Ziele, aber ich würde es dennoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zwar wird es auch heute immer noch vehement bestritten, aber man “siebt” und das recht gewaltig und da fallen nicht einmal die dümmsten durch den Sieb, sondern auch jene denen einfach nur die Ausdauer eines Marathon-Läufers fehlt ;-)

    Heute kommt zudem der Bachelor hinzu, auf einigen Unis ist es noch möglich das Diplom anzustrengen und das wäre auch mein erster Tipp, der Bachelor ist ein Studium zweiter Klasse mit dennoch sehr harten Anforderungen, sprich künstlichen Hürden. Der Stoff im Diplom ist ob der Länge umfangreicher, allerdings hat man auch so manches mal mehr Luft, was einem erstens einen Nebenjob ermöglicht und zweitens die Aneignung diverser Kenntnisse über das Studium hinaus, die später immens wichtig sind, von der Zeit her beim Bachelor aber quasi unmöglich aufzuarbeiten sind. Programmieren und Administrieren wären beispielsweise zwei davon, man sollte sich nicht in die irre führen lassen, wenn man derartige Scheine absolvierte, mit der Praxis haben diese nicht viel gemein und diejenigen die sich darauf alleinig verlassen suchen später verzweifelt nach irgendwelchen Ausreden beim Job-Interview.

    Ein Teil der Studienabrecher rüht übrigens schlicht ob der Studiengebühren her und weil einige andere, wenn auch u.U. doch wenige, erkennen das ihnen die Informatik nicht viel bringt – vorausgesetzt sie machten ihren Weg schon nebenher. Man kann es also nicht pauschalisieren und vor Mathe braucht man auch keine Angst zu haben, im Prinzip kann man alles vergessen was man im Abi machte, an der Uni lernt man es korrekt :-) War zumindest bei uns so, da hieß es noch den Vorlesungen etc. in Mathematik beizuwohnen, heute sind es meist speziell angepaßte Veranstaltungen für Info.

  4. Geschrieben am 10. Juli 2008 um 12:11 | Permalink

    Das stimmt, imho bereitet Informatik weniger auf die Praxis vor, sondern auf eine akademische Laufbahn – insofern wäre das Gros wohl besser beraten Dinge wie Computerlinguistik, Bio- oder Geo-Informatik etc. zu besuchen. Fachhochschulen bieten da mit Medieninformatik auch einige praxisrelevante Dinge.

    Wenn ich hingegen, stark übertrieben, bei den Fraunhofern Prozessor-Design betreiben möchte, dann geht wohl nichts über reine Informatik.

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