OpenOffice frisst Dokumente

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Vor einigen Tagen machte die Nachricht die Runde, der beliebten, freien Office-Suite OpenOffice würden die Programmierer weglaufen; eine Nachricht, die ich zwar zur Kenntnis genommen, mir aber nichts weiter dabei gedacht habe. Da ich kaum Bedarf für eine komplette Office-Umgebung oder einen Word-Clone (LaTeX ftw!) habe, ist mir im Grunde egal, was mit OO passiert. Offensichtlich wirkt sich der Weggang einiger Programmierer jedoch bemerkbar auf die Qualität der Software aus: Buitti war gerade dabei, mit dem Word-Pendant von OpenOffice, dem Writer, eine Textdatei für ihr Studium zu erstellen, alls der Computer abschmierte. Wie es sich für eine brave Userin gehört, hat sie natürlich auch in regelmäßigen Abständen gespeichert. Als sie das Dokument nach einem Absturz ihres Computers (sie benutzt Windows ;) ) öffnen wollte, bot OpenOffice an, die mittlerweile beschädigte Datei wiederherzustellen. Als sie dies bestätigte, konnte sie das Dokument zwar wie gehabt weiter bearbeiten, nur dass bei dem Wiederherstellungsversuch die Hälfte des Textes (entsprechend 2 Stunden Arbeit) verloren gegangen waren. Nach kurzer Recherche zur eventuellen Lösung des Problems stieß ich dann auf dies hier: Die Wiederherstellungsfunktion von OpenOffice 3.0.0 (ein stabiles Release, wohlgemerkt!) ist b0rked. Meiner Meinung nach ein erheblicher Bug, der die Betaphase einer Software eigentlich auf gar keinen Fall überleben dürfte.

An dieser Stelle möchte ich allen OpenOffice-Entwicklern dazu raten, sich nicht als solche erkennen zu geben, solange Buitti in der Nähe ist ;)

11 Kommentare zu OpenOffice frisst Dokumente

  1. Geschrieben am 8. Januar 2009 um 6:06 | Permalink

    Benutzt du Latex auch um einseitige Briefe zu schreiben? Nun, was das Problem der Beteiligung an OpenSource-Projekten angeht kann ich nur als Beispiel einige andere Projekte anführen, die irgendwann eine enorme Abwanderung erfahren haben. Wichtig ist nur, dass das Projekt dann eine verträgliche Übername erlebt. OO ist leider nicht das einige Projekt, bei dem die Beteiligung durch einfache Beisteuerung von Patches schwierig ist. Nicht wenige Projekte schirmen sich häufig von ihren Contributors ab. Und Sun drosselt im allgemeinen seine Entwicklerzahlen. Das hat bereits vor Jahren mit Java begonnen.

  2. Geschrieben am 8. Januar 2009 um 7:13 | Permalink

    In einigen der verlinkten Artikeln wird ein Fork namens Go-OO erwähnt; vielleicht machen die es ja besser ;) Allerdings scheinen die sich eher auf die Linux-User beschränken zu wollen. Bleibt also zu fragen, welche freien Office-Alternativen man für Windows und OS X hat.

  3. Geschrieben am 8. Januar 2009 um 7:41 | Permalink

    Urks… Kann ich verstehen… Wenn 2 Stunden Arbeit für die Füße sind…

  4. Geschrieben am 8. Januar 2009 um 8:26 | Permalink

    Benutzt du Latex auch um einseitige Briefe zu schreiben?

    Wo ist das Problem? Es gibt auch fuer LaTeX Templates (in diesem Falle: dinbrief). Sieht auch als einseitiger Brief besser aus, als das, was man gemeinhin mit OOo zusammenbastelt.

    Zu OOo sag ich wohl lieber nix mehr. Allein die Denkpausen, die es ohne jegliche Aktivitaet beim Oeffnen einer etwas komplexeren Tabelle einlegt, sind inakzeptabel (wie auch die generelle Geschwindigkeit).
    Bloed nur, dass ich es fuer meine Stundenabrechnung brauche >_<

  5. Geschrieben am 8. Januar 2009 um 21:46 | Permalink

    Einige Dinge seien an dieser Stelle angemerkt: Es war nicht einfach nur ein Text für’s Studium, sondern Teil meines Rettungsankers, der mich vom Hauptfach Mathe zu Germanistik bringen soll (der Test dafür findet am Samstag statt, also bitte Daumen drücken!): weiterhin war es nicht nur die Hälfte des Textes, sondern ZWEI DRITTEL; und ich möchte noch Schlens zustimmen: Die Denkpausen sind mehr als überflüssig und gehen an die Nerven! Und statt einer fachlichen Diskussion hatte ich mir eigentlich Mitleid erhofft :(

  6. Geschrieben am 9. Januar 2009 um 9:15 | Permalink

    Filzo: Keine Ahnung. Ich schreib so selten Briefe. Da ich OOo eh brauche, nehm ich halt Writer. Ansonsten wuerde ich wohl auch LaTeX (oder halt LyX, ich bin da bequem) benutzen (was sich aber nicht wirklich lohnt zu installieren).

    Buitti: Du hast mein aufrichtiges Mitgefuehl.

  7. Geschrieben am 9. Januar 2009 um 11:16 | Permalink

    das office-gedöns von ms kostet für studenten irgendwas um 70 euro … das geht doch!
    ich würde niemals wichtige sachen mit oo schreiben, niemals!

  8. Geschrieben am 9. Januar 2009 um 18:16 | Permalink

    dann muss man sich windows kaufen gehen ;)

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