Packungsgrößen, die Zweite.

Momentan geht die Nachricht durch alle Medien: Die europäische Union hebt die Standards über Verpackungsgrößen auf, so dass in Zukunft beispielsweise Milch in Halblitertüten oder Zucker im Pfund erworben werden kann. Die Berichterstattung ist diesbezüglich für mich überraschend einseitig negativ und sieht den Weg frei gemacht für versteckte Preiserhöhungen und Verarschung der Kundschaft. Das der Beschluss der EU nur logisch und sinnvoll ist, wird gerne verschwiegen. Menschen, die einen 1-Mann/Frau-Haushalt führen (so wie ich) werden von der Abschaffung dieser Standards profitieren: Kleinere Gebindegrößen verhindern den Verderb von zwangsweise im Übertmaß gekauften Lebensmitteln. Das heißt der Käse wird nicht mehr trocken und die Butter nicht mehr ranzig, weil sie verbraucht sind, bevor es dazu kommen kann. Ich begrüße also die Entscheidung der EU und hoffe, dass sie auch auf Gaststätten ausgweitet wird; dann kann ich mein Guinness im Pub traditionsgemäß im Pint statt im 0,5 Liter-Glas kaufen…

4 Kommentare zu Packungsgrößen, die Zweite.

  1. joke's Gravatar joke
    Geschrieben am 14. April 2009 um 21:53 | Permalink

    Hm, ich sehe das ähnlich wie die Kritiker. Gegen schlechtwerdende Lebensmittel hilft ein gesunder Appetit und ein Kühlschrank. Gegen hohe Preise zu kämpfen ist da schwerer…

  2. Geschrieben am 15. April 2009 um 8:30 | Permalink

    Mal ehrlich: eine Packung Aufschnitt-Salami ist bei mir auch nicht abgelaufen, als ich noch einen Single-Haushalt geführt habe. Wenn ich heute schon daran denke, dass es teilweise Aufschnittsorten gibt, die bei einer Standard-Verpackung gerade mal vier oder fünf Scheiben beinhalten, dann graut es mir vor den neuen Verpackungsgrößen. Irgendwann sind wir dann soweit, dass alles so abgepackt wird wie Scheibletten-Käse: jedes Scheibchen schön für sich.

    Gut, wenn die Wurst auf ist, dann gibt es eben mal so lange Wurst, bis die Packung leer ist. So lange reichen die ja nun auch nicht. Als Alternative jetzt in ähnlich viel Plastikfolie die Hälfte an Ware verpacken, entspricht nicht gerade meiner Vorstellung von ökologischen Nahrungsmitteln…

  3. Geschrieben am 15. April 2009 um 18:44 | Permalink

    Vielleicht esse ich einfach nur zu wenig, oder ich will mehr Abwechslung im Bezug auf Brotbeläge als andere Menschen, aber für mich enthalten nicht wenige Verpackungen einfach zu viel ihres Inhalts :)

  4. Geschrieben am 16. April 2009 um 8:07 | Permalink

    joke: Komische Argumentation. Nur, weil jetzt die Verpackungsgroesse nicht mehr vorgegeben wird, gehen jetzt die Preise hoch? Entweder gehst Du nicht haeufig einkaufen oder Du ignorierst die (vorgeschriebenen) Preisangaben pro Kilo/Liter/$EINHEIT mit Absicht. Wenn Du *dann* nicht in der Lage bist, zu vergleichen, dann hilft es auch nicht, wenn man die Packungsgroessen vereinheitlicht.

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