Spielzeuge getestet: One for All Xsight Fernbedienungen

[Trigami-Review]

5 hatte ich in meinem Ein-Personen-Haushalt; 5 Fernbedienungen: Eine für den Fernseher, eine für den DVB-T-Receiver, je eine für DVD-Spieler und Verstärker und noch eine für mein MacBook. Nicht drängend, aber dennoch schon seit einiger Zeit in meinem Hinterkopf befand sich der Wunsch nach einer einzigen Fernbedienung, mit der ich alle meine Geräte steuern kann. Solche Geräte bekommt man für ca. 10 – 15€ eigentlich recht günstig und mit ausreichendem Funktionsumfang. Das nach oben noch eine Menge Luft ist, habe ich jetzt feststellen dürfen: Im Auftrag von Trigami habe ich zwei Oberklassefernbedienungen der Marke One For All testen können, zum einen die Xsight Colour mit einem Preis von ~90€, sowie das Luxusmodell, die Xsight Touch, welche mit ungefähr 180€ (für eine Fernbedienung!!) zu Buche schlägt. Bei diesen Preisen erwartet man einiges von den beiden Geräten; ob sie halten können, was der Preis zu versprechen scheint, möchte ich hier feststellen.

Xsight ColourXsight Touch

Der Ersteindruck

Beide Fernbedienungen machen auf den ersten Blick einen nahezu riesigen Eindruck, obwohl sich beim direkten Vergleich zeigt, dass zumindest die Maße der Xsight Touch in etwa denen meiner bisher größten Fernbedienung entsprechen. Die Xsight Colour ist ein gutes Stück schwerer und dicker als ihr teurerer Bruder; die drei benötigten AA-Batterien erfordern nun einmal mehr Platz, als der in der Xsight Touch verwendete flache, leichte Lithium-Ionen-Akku.

Beide Geräte machen einen hochwertigen, wenn auch etwas langweilig gestalteten Eindruck – sie sehen aus, wie Fernbedienungen nun einmal aussehen. Die einzige optische Besonderheit gegenüber herkömmlichen Sofazeptern stellt das Display dar.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme stellte für mich eine mehrstündige Odyssee durch Installatinsroutinen dar, und brachte einiges an Ärger mit sich. Der Grund: Es gibt ausschließlich Windows-Software für die Fernbedienungen. Ja, richtig: Eine Fernbedienung im Wert von 180€ kann im Grunde genommen nur dann effektiv benutzt werden, wenn man einen Win-Rechner in seiner Nähe hat. Per Wine ließ sich die Software auch nicht überreden, auf meinem MacBook zu laufen, so dass ich schließlich WinXP in einer VirtualBox installierte, um damit mein Glück zu versuchen. Das hat dann tatsächlich auch geklappt; die Software ist aber nichtsdestotrotz ganz ganz großer Müll und das vielleicht größte Manko der Fernbedienungen. Die Software ist nämlich eher eine Art ActiveX-basierter Webapp, deren Benutzung eine Registrierung erforderlich macht, und die ausschließlich mit dem Internet Explorer funktioniert. Hundertachtzig Euro, und dann läuft die Scheiße nicht mit der vorhandenen Software – das ist ganz schön ärgerlich ;) . Vor allem, da die Benutzung der Anwendung einiges an Geduld erfordert, da ständig viele Elemente aus dem Netz geladen werden müssen.

Hat man die softwareseitigen Hürden aber erst einmal überwunden, ist die Konfiguration der Fernbedienung tatsächlich aber sehr leicht und absolut selbsterklärend. So kann man zum Beispiel die favorisierten TV-Sender inklusive Senderlogo zum schnelleren Zugriff auf das Display ablegen. A propos Display…

Xsight Colour vs. Xsight Touch

Im Grunde genommen unterscheiden sich beide Geräte nur in 3 Dingen:

Das Display

Während die Xsight Touch, der Name verrät es, ein Touchdisplay verwendet, bietet das günstigere Modell im Grunde die gleiche Funktionalität – nur eben ohne Touch. Dabei befinden sich die Tasten rechts und links neben dem Display und erfüllen vollkommen ihren Zweck; wenn auch nicht so cool wie ein Touchdisplay.

Die Maße

Die Xsight Touch ist weit weniger klobig und liegt somit angenehmer in der Hand als die Xsight Touch.

Das Dock

Wie bereits erwähnt holt sich die Touch ihren Strom aus einem Li-Ionen-Akku und lässt sich bequem (und wiederfindbar!) im mitgelieferten Dock aufladen. Dieses fehlt der Xsight Colour.

Die Handhabung

Auf Grund der Größe lässt sich keines der beiden Geräte bequem mit einer Hand bedienen, alles in allem sind sie dennoch komfortabel und ersparen ständiges hin- und hergewechsle zwischen verschiedenen herkömmlichen Fernbedienungen.

Die 5 Fernbedienungen unten werden bei mir jetzt von der Xsight Touch (oben) ersetzt

Die 5 Fernbedienungen unten werden bei mir jetzt von der Xsight Touch (oben) ersetzt

Fazit

Beide Fernbedienungen erfüllen ihren Zweck souverän und machen einen hochwertigen, wenn auch langweiligen Eindruck. Komfortabel sind sie allemal, und das Farb- bzw. Touchdisplay lässt das Nerdherz leicht höher schlagen. Leider ist die Belegung der Tasten ohne Windowsrechner zwar offiziell möglich, aber alles andere als komfortabel und zuverlässig – glücklicherweise gibt es im Internet eine große Menge an Presets, so dass man in diesen sauren Apfel im Allgemeinen nicht beißen müssen sollte. Ein großes Ärgernis ist die, ‘tschuldigung, beschissene Software – für den Preis sollte man eigentlich mehr erwarten könne.

Ich würde speziell die Xsight Touch all denjenigen empfehlen, die ihr hochwertiges Heimkino-/HiFi-Setup auch mit der Fernbedienung fortsetzen wollen, und bereit sind, dafür eine nicht unerhebliche Menge Geld hinzublättern. Achja: Sie sollten Windows benutzen.

Mir persönlich ist das Preis/Leistungs-Verhältnis eindeutig zu schwach; für Lau nehme ich derartige Spielzeuge allerdings immer gerne an ;)

Links

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2 Kommentare zu Spielzeuge getestet: One for All Xsight Fernbedienungen

  1. peter's Gravatar peter
    Geschrieben am 31. Juli 2014 um 18:18 | Permalink

    Die Maße

    Die Xsight Touch ist weit weniger klobig und liegt somit angenehmer in der Hand als die Xsight Touch.

    setzten 6 ;-)

  2. J-Philippe's Gravatar J-Philippe
    Geschrieben am 9. August 2015 um 0:57 | Permalink

    Hi, Excuse-me I don’t speak german. I have purchased a Xsight Colour, and I’m trying to connect it to my Macbook with VirtualBox. I have installed the latest Ez-Rc program but when I plug the USB cable in the remote and the Mac, Internet Explorer 7 doesn’t find any remote on USB. Can you help me ? Thank you very much, J-Philippe

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